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Ideation

Nudge: Innovationsschubs

Nudging im Was und Wie von Innovation

“Nudge” (engl. für Stups oder Schubs) ist der Titel des Buches des Verhaltensökonomen Richard Thaler und des Rechtswissenschaftlers Cass Sunstein, das verspricht, uns zu besseren Entscheidungen über unsere Gesundheit, unsere Finanzen und allgemein unser Glück zu führen. Letzte Woche war ich in England, um an der University of Lancaster einen Vortrag über den Einsatz von Nudges im Innovationsbereich zu halten. In Großbritannien ist das Nudging durch die erfolgreiche Arbeit des Behavioural Insights Teams relativ bekannt, aber durch den Nobelpreis in Economics für Richard Thaler im letzten Jahr erlangt es auch in Deutschland zunehmend Bekanntheit. Als Verhaltensökonom beschäftige ich mich mit Nudging bereits seit 2009, und habe bereits 2010 auf einer Konferenz über Paternalismus einen Fachvortrag über den Einsatz von Nudges in Unternehmen gehalten. In diesem Artikel beschäftige ich mich insbesondere mit dem Einsatz von Nudging für die Entwicklung von Innovationen.

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Vom Traum zur Umsetzung – Menschzentriertes Projektmanagement mit Dragon Dreaming

– Lesedauer 8 Minuten –

Was ist Dragon Dreaming?

Über Dragon Dreaming gibt es keinen Wikipedia Eintrag und auch kein Buch. Die meisten Informationen finden sich auf einer Website mit .org Domain. Die Dragon Dreaming Community versteht sich als  „Empty Centered Organisation“ aus Praktizierenden und Trainern, die lose über das Internet und verschiedene Treffen verbunden ist. Dennoch ist die Methode weltweit verbreitet, insbesondere unter Social Business Unternehmern sowie in Vereinen und anderen Gemeinschaftsprojekten wie Urban Gardening Initiativen oder in Öko-Kommunen, wie der Gemeinschaft Schloss Tempelhof in der Nähe von Stuttgart.
Entgegen dieser Praxis bietet die Methode jedoch ebenfalls für Unternehmen enormes Potenzial. Denn sie setzt da an, wo viele Prozessoptimierungen aufhören: beim Menschen. Warum verlaufen so viele Projekte im Sand, obwohl sie für die Zukunft des Unternehmens extrem relevant sind? Warum verlieren Mitarbeiter die Motivation? Was braucht ein Team, um erfolgreich Projekte umzusetzen?

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Worktool: „Startup Leben“

„Startup ist ganz, ganz kacke!“ So brachte es kürzlich Seriengründer Oliver Thylmann vom Tech-Startup Giant Swarm auf den Punkt. Und überraschte unsere Kunden, die wir von der Zukunftsinstitut Workshop GmbH mit auf Trendexpediton durch Köln genommen hatten. Denn das Startup-Leben besteht nicht nur aus kreativer Atmosphäre, Tischfußball und coolen Innovationen, sondern auch aus Dauerstress, langen Arbeitszeiten und dem ständigen Risiko, mit dem Unternehmen unterzugehen.

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Der perfekte digitale Sturm – hart am Wind segeln

Warum die digitale Revolution absolut jedes Unternehmen betrifft

„Uber yourself before you get kodak’ed.“ Diese brutale Weisheit aus dem Silicon Valley bringt das Wesen des derzeit mächtigsten Megatrends auf den Punkt. Mit der Digitalisierung wird ein Prozess der schöpferischen Zerstörung entfesselt, der jede Industrie und jedes Unternehmen erfasst. Wer sich auf diesen Sturm nicht vorbereitet, dem ergeht es wie einst dem Weltunternehmen Kodak – der geht unter. Neue agile Startups segeln hart am Wind, surfen Monsterwellen und werden zu marktdominanten Playern. Uber, der 2009 in San Francisco gegründete Fahrdienst, ist heute in über 500 Städten weltweit vertreten und wird mit rund 62 Milliarden Dollar bewertet. Die neuen Player kommen im Vergleich zu den großen Tankern der Industrie mit einem Bruchteil an Personal und Infrastruktur aus:

  • Uber, die weltgrößte Taxifirma, besitzt keine Autos.
  • AirBnB, weltweit größter Anbieter von Unterkünften, hat nicht eine einzige Immobilie.
  • Facebook, das weltweit meist genutzte Medium, erstellt keinen Content.

Die neuen Akteure am Markt spielen nach anderen Spielregeln. Sie erobern die Märkte mit smarten Algorithmen. Ihre Verbreitung erfolgt in kürzester Zeit per Knopfdruck. Ob Google oder Facebook: Sie bauen keine Maschinen, sondern Plattformen und Software. Ihr Fokus liegt auf der Beziehung zum Kunden, um diesem auf dem schnellsten und komfortabelsten Weg ein Bedürfnis zu erfüllen. Dabei bleibt kein Stein auf dem anderen. Die digitale Revolution ist radikaler und umfassender als alle bisherigen Entwicklungen in der Wirtschaftsgeschichte. Sie verändert Markt und Gesellschaft stärker als die Erfindung der Elektrizität oder der Dampfmaschine. Und sie betrifft jedes Unternehmen, egal ob es Ziegelsteine herstellt, Filme produziert oder Brötchen verkauft.

Das White Paper „Chancen der Digitalisierung“ mit dem Rest des Artikels „Der perfekte digitale Sturm“, 10 Chancen der Digitalisierung und 10 konkreten erste Schritte, die Sie in Ihrem Unternehmen angehen können, finden Sie zum kostenlosen Download in unserem Shop.

Worktool: „Die Gedanken wandern lassen“

Innovation braucht Zeit.  Wie wichtig es ist, Prozesse punktuell zu entschleunigen, erleben wir von der Zukunftsinstitut Workshop GmbH in unseren Projekten immer wieder. Brillante Ideen können zwar sehr plötzlich kommen, aber leider kommen sie nicht immer in dem Moment, in dem wir gerade einen guten Einfall bräuchten. Zum Glück gibt es jedoch Methoden, die den stockenden Ideenfluss wieder in Gang bringen können – wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt. Continue Reading

Kreativität durch Stolpersteine

Merck Innovation Center

„Boost Innovation with Creative Thinking“ war das Motto des zweiten Treffens des Merck Innovators’ Club am 20. Juli 2016  in Mercks Innovation Center in Darmstadt. Jiri Scherer von Denkmotor hielt die Keynote mit vielen praktischen Kreativitäts-Übungen. Es ging los mit der Aufgabe, möglichst viele Verwendungen für Büroklammern zu finden. Zur darauf folgenden Frage, wie man eine Torte mit insgesamt nur drei Schnitten in 8 Teile schneiden kann, fanden versierte Rätselfreunde schnell die Lösung, bei der nach zwei sich kreuzenden Schnitten die vier entstehenden Teile mit einem letzten großen Querschnitt nochmal alle der Höhe nach halbiert werden:

3 Schnitte für 8 Schnitten

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Warum passen Design Thinking und Megatrends so gut zusammen?

Der Hype um Design Thinking, eine Innovationsmethode aus den USA, hält bis heute an und wird auch zukünftig nicht an Bedeutung einbüßen. Das hat einen simplen Grund: mit Design Thinking werden komplexe Sachverhalte wieder einfach. Es geht nicht um große Theorien, sondern um genaue Beobachtung und die tatsächlichen Bedürfnisse von Menschen. Dabei wird nicht auf die Grenzen zwischen den Disziplinen geachtet, sondern sinnvoll ist, was Sinn ergibt für das jeweilige Thema. Wenn es für ein Projekt zum Beispiel notwendig ist, dann bedient man sich Befragungsmethoden aus der Psychologie oder Ordnungssystemen der Soziologie; der Umsetzung einer Idee werden dann wirtschaftswissenschaftliche Überlegungen zugrunde gelegt, und so weiter. Lange, kostspielige Prozesse werden durch schnelles Prototyping und ständige Feedbackschleifen abgelöst.

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Mehr Ideen? Kreativere Köpfe? Duschen hilft!

Erkenntnisse aus der Psychologie und was sie für die Innovationsarbeit bedeuten

Duschen hilft beim Kreativsein – ein überraschendes Forschungsergebnis, vorgelegt von keinem anderen als Woody Allen. Der Regisseur liebte seine Spatziergänge durch den Central Park, um auf neue Ideen zu kommen. Mit wachsender Berühmtheit wurden die aber zu einem Spießrutenlauf. Die Fans trieben ihn unter die Dusche. Dort, so merkte er, hatte ebenso gute Ideen: „Für mein kreatives Pensum gehe ich unter die Dusche“ lautet daher sein kreatives Mantra (Quelle: Musenküsse, Verlag Kein&Aber).

Anekdoten sind das eine, Forschung das andere. Wir, die Autoren der Studie „Neugier-Management“ – Andreas Steinle & Dr. Carl Naughton – machten uns daran, diese „Duschhypothese“ genauer zu betrachten. Continue Reading