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Interview: Christine Müller von gramm.genau

Der Megatrend Neo-Ökologie sorgt dafür, dass Konsumenten für ihren alltäglichen Einfluss auf die Umwelt sensibilisiert werden. Im Jahr 2014 öffneten in Deutschland die ersten Läden, in denen Lebensmittel ohne Einwegverpackungen verkauft werden – inzwischen sind es deutschlandweit über 30 verschiedene „Unverpackt“-Geschäfte, in denen Kunden selbst Gläser, Beutel oder Tupperware für ihren Einkauf mitbringen.

Unsere Coworking-Kollegin Christine Müller hat letztes Jahr mit drei Mitgründern das Startup gramm.genau gegründet, mit dem Ziel, auch in Frankfurt einen Unverpackt-Laden zu eröffnen. Seit etwa einem Monat gibt es jetzt bei Main Gemüse in der Berger Straße 26 einen gramm.genau-Shop-im-Shop, am 28.1. war die offizielle Eröffnungsfeier. Wir haben das zum Anlass genommen, Christine mal ein paar Fragen zu stellen.

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Experte Jörn Gutowski in der „Höhle der Löwen“

Gleich drei Angebote für ein Investment bekam Jörn Gutowski, Gründer des Berliner Startups Try Foods und einer unserer Cross-Innovation-Experten, bei seinem Pitch in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ auf VOX (Ausstrahlung November 2016). Try Foods bieten seit 2013 Probiersets für besondere Lebensmittelsorten z.B. von Kaffee, Salz, Schokolade oder Olivenöl. In der Sendung angenommen hat er das Angebot von Unternehmer Frank Thelen, mit dessen Unterstützung und Know-How er seinen online Markenauftritt ausbauen wollte. Letztendlich ist der „Deal“, wie es in dem beliebten TV-Format heißt, nicht zustande gekommen. Doch Jörn Gutowski hat auf ganz andere Art von seinem Auftritt profitiert. Wie, das erzählt er uns im Interview.

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Der perfekte digitale Sturm – hart am Wind segeln

Warum die digitale Revolution absolut jedes Unternehmen betrifft

„Uber yourself before you get kodak’ed.“ Diese brutale Weisheit aus dem Silicon Valley bringt das Wesen des derzeit mächtigsten Megatrends auf den Punkt. Mit der Digitalisierung wird ein Prozess der schöpferischen Zerstörung entfesselt, der jede Industrie und jedes Unternehmen erfasst. Wer sich auf diesen Sturm nicht vorbereitet, dem ergeht es wie einst dem Weltunternehmen Kodak – der geht unter. Neue agile Startups segeln hart am Wind, surfen Monsterwellen und werden zu marktdominanten Playern. Uber, der 2009 in San Francisco gegründete Fahrdienst, ist heute in über 500 Städten weltweit vertreten und wird mit rund 62 Milliarden Dollar bewertet. Die neuen Player kommen im Vergleich zu den großen Tankern der Industrie mit einem Bruchteil an Personal und Infrastruktur aus:

  • Uber, die weltgrößte Taxifirma, besitzt keine Autos.
  • AirBnB, weltweit größter Anbieter von Unterkünften, hat nicht eine einzige Immobilie.
  • Facebook, das weltweit meist genutzte Medium, erstellt keinen Content.

Die neuen Akteure am Markt spielen nach anderen Spielregeln. Sie erobern die Märkte mit smarten Algorithmen. Ihre Verbreitung erfolgt in kürzester Zeit per Knopfdruck. Ob Google oder Facebook: Sie bauen keine Maschinen, sondern Plattformen und Software. Ihr Fokus liegt auf der Beziehung zum Kunden, um diesem auf dem schnellsten und komfortabelsten Weg ein Bedürfnis zu erfüllen. Dabei bleibt kein Stein auf dem anderen. Die digitale Revolution ist radikaler und umfassender als alle bisherigen Entwicklungen in der Wirtschaftsgeschichte. Sie verändert Markt und Gesellschaft stärker als die Erfindung der Elektrizität oder der Dampfmaschine. Und sie betrifft jedes Unternehmen, egal ob es Ziegelsteine herstellt, Filme produziert oder Brötchen verkauft.

Das White Paper „Chancen der Digitalisierung“ mit dem Rest des Artikels „Der perfekte digitale Sturm“, 10 Chancen der Digitalisierung und 10 konkreten erste Schritte, die Sie in Ihrem Unternehmen angehen können, finden Sie zum kostenlosen Download in unserem Shop.

Warum passen Design Thinking und Megatrends so gut zusammen?

Der Hype um Design Thinking, eine Innovationsmethode aus den USA, hält bis heute an und wird auch zukünftig nicht an Bedeutung einbüßen. Das hat einen simplen Grund: mit Design Thinking werden komplexe Sachverhalte wieder einfach. Es geht nicht um große Theorien, sondern um genaue Beobachtung und die tatsächlichen Bedürfnisse von Menschen. Dabei wird nicht auf die Grenzen zwischen den Disziplinen geachtet, sondern sinnvoll ist, was Sinn ergibt für das jeweilige Thema. Wenn es für ein Projekt zum Beispiel notwendig ist, dann bedient man sich Befragungsmethoden aus der Psychologie oder Ordnungssystemen der Soziologie; der Umsetzung einer Idee werden dann wirtschaftswissenschaftliche Überlegungen zugrunde gelegt, und so weiter. Lange, kostspielige Prozesse werden durch schnelles Prototyping und ständige Feedbackschleifen abgelöst.

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Mehr Ideen? Kreativere Köpfe? Duschen hilft!

Erkenntnisse aus der Psychologie und was sie für die Innovationsarbeit bedeuten

Duschen hilft beim Kreativsein – ein überraschendes Forschungsergebnis, vorgelegt von keinem anderen als Woody Allen. Der Regisseur liebte seine Spatziergänge durch den Central Park, um auf neue Ideen zu kommen. Mit wachsender Berühmtheit wurden die aber zu einem Spießrutenlauf. Die Fans trieben ihn unter die Dusche. Dort, so merkte er, hatte ebenso gute Ideen: „Für mein kreatives Pensum gehe ich unter die Dusche“ lautet daher sein kreatives Mantra (Quelle: Musenküsse, Verlag Kein&Aber).

Anekdoten sind das eine, Forschung das andere. Wir, die Autoren der Studie „Neugier-Management“ – Andreas Steinle & Dr. Carl Naughton – machten uns daran, diese „Duschhypothese“ genauer zu betrachten. Continue Reading

Design Thinking und Megatrends

Wie Analysetool und Kreativmethode zusammenpassen

Der Hype um Design Thinking, eine Innovationsmethode aus den USA, hält bis heute an und wird auch zukünftig nicht an Bedeutung einbüßen. Das hat einen simplen Grund: Mit Design Thinking werden komplexe Sachverhalte wieder einfach. Continue Reading

Digital Hippies

Werden sie die Welt verbessern – oder uns in den Abgrund führen?

Wer im Silicon Valley etwas auf sich hält, macht Yoga, ernährt sich vegan und besucht die Wisdom 2.0 Conference, die jüngst Ende Februar in San Francisco stattgefunden hat. Dort geht es um „Inner Wisdom“ und „Outer Action“ sowie um die Frage „How to Achieve More by Doing Less“. Es sind jedoch keine müsli-mampfenden Aussteiger, die sich zur Wisdom 2.0 treffen, sondern digitale Entrepreneure, Programmierer und Risikokapitalgeber – kurz die Tech-Elite des Valleys. Sie treiben nicht nur den digitalen Fortschritt voran, der immer schneller und größer wird, wie eine Lawine, die als kleiner Schneeball anfing. Sie stehen auch für eine neue Kultur, in der sich der 68er-Gedanke einer Gegenkultur mit dem Glauben an die befreiende Kraft des Kapitalismus paart. Das ist der mentale Nährboden der Digital Hippies. Continue Reading