Kurze Beschreibung

Im Jahr 2050 werden laut UN zwei Drittel der Menschen in Städten leben. Dort finden sich Universitäten und Jobs für eine höher gebildete Gesellschaft. Die Städte werden größer und dichter, aber auch intelligenter (Smart Cities) und grüner (Urban Farming).

Relevante Subtrends

  • Urban Manufacturing
  • Neo-Nachbarschaft
  • Smart Cities
  • Digitale Dörfer
  • Grüne Städte

Mehr Erläuterung

Im Jahr 2050 werden weltweit zwei von drei Menschen in Städten leben. Der Zuzug in die urbanen Zentren findet in Asien genauso wie in Europa statt. Denn hier sind die besseren Bildungs- und Job-Angebote. Als Knotenpunkte des Wissens und der Kultur ziehen Städte vor allem junge Talente an. Sie sind die bevorzugte Heimat für Lifestyle-Avantgarden und Brutstätte für Trends. Damit kommt es zu einer immer größeren Verdichtung von Wohnraum, welche die Städte vor eine große Herausforderung stellt und Marktchancen für Unternehmen verschiedenster Branchen bietet. Mobilität muss effizienter organisiert werden. Der intelligente Umgang mit der Ressource „Müll“ bietet Raum für Innovation. Die Integration von Natur in der Stadt eröffnet neue Potenziale für die Bauwirtschaft.

Denkanstoß

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Trend-Innovationen URBANISIERUNG

Nebenan.de

Rund 850.000 Nutzer hat die Nachbarschafts-plattform nebenan.de in Deutschland inzwischen. Sie teilen dort nur mit ihrer lokalen Nach-barschaft auf einem digitalen Schwarzen Brett Veranstaltungshinweise und Kleinanzeigen. Anmelden kann man sich mit Personalausweis oder einem Zugangscode, der (zur Überprüfung der Adresse) per Post zugeschickt oder von bestehenden Mitgliedern per Handzettel verteilt werden kann. Nebenan.de unterstützt außerdem beim Organisieren von Hofflohmärkten, bei denen Nachbarn sich kennenlernen und mal in andere Höfe schauen können – Werbeeffekt für die Plattform inklusive.

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Tiny100

Anders als die stetig steigende Anzahl der Ein-Personen-Haushalte verhalten sich Mietpreise und Wohnfläche des Tiny100: 100 Euro für 6,4 Quadratmeter. Trotz begrenztem Wohnraum ist ausreichend Platz für das wichtigste Mobiliar wie etwa Bett, Küche und eine Dusche. Hinzu kommt, dass langandauerndes Putzen sowie Ansammeln überflüssiger Gegen-stände wegfallen. Diese Entwicklung führt zu einer flexibleren und praktischeren Nutzung von Wohnflächen. Entwickelt wurde das Ganze von der Tinyhouse-University in Kooperation mit einem evangelischen Wohnungsunternehmen.

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Do-It-Yourself-Stadtanleitung

In Wien soll Stadterneuerung sanft und unter Einbeziehung der Bewohner, stattfinden. Dafür hat der Magistrat eine Broschüre herausgegeben, die Beispiele aufzeigt, wie die Wiener selbst ihre eigenen Lieblingsorte verschönern und bespielen können. Neben konkreten Bauanleitungen, Rezepten und Materiallisten gibt es viele Hinweise, wer die richtigen Ansprechpartner in der Verwaltung für die verschiedenen Vorhaben sind. Das Buch bietet somit nicht nur Inspiration, sondern verhindert auch, dass bürokratische Hürden das Engagement behindern.

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Green City Solutions

Das Berliner Startup Green City Solutions will mit High Tech-Bäumen für saubere Luft in den Städten sorgen. Der City Tree, der aussieht wie ein senkrecht stehendes Gemüsebeet, filtert Feinstaub, Stickoxide und CO2. Hierfür ist der künstliche Baum auf beiden Seiten mit Moos und Pflanzen bewachsen. Insbesondere das Moos kann besser als jeder Baum Feinstaub aus der Luft filtern – und das ganzjährig. Auf drei Quadratmetern soll damit der Effekt von 275 Bäumen erzielt werden. 25.000 Euro kostet einer der künstlichen Bäume. Eine sinnvolle Investition angesichts der Tatsache, dass 90 Prozent aller Menschen laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation täglich verschmutzte Luft einatmen.

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Manner

Seit über 125 Jahren stellt Manner Waffelschnitten nach exakt gleichem Rezept her. Vor ein paar Jahren hat Manner beschlossen, die Zentrale in Wien auszubauen und das Werk auf der grünen Wiese in Perg dafür zu schließen. Da der Platz in der Stadt begrenzt ist, wurde nach oben gebaut: Die neue Fabrik hat sieben Stockwerke, produziert wird vertikal von oben nach unten, von den Creme-Maschinen zur Verladung auf Transporter. Das ist effizienter, weil es Wege spart und Engpässe offenbart. Außerdem kann die Abwärme der Ofen-Etage ins Fernwärmenetz gespeist werden: 600 Nachbarn profitieren davon. Hinter der historischen Fassade ist so eine Fabrik entstanden, die auch international absolut wettbewerbsfähig ist.

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Infarm

Das Berliner Startup Infarm vermietet große Glasschränke voller Kräuter oder Salat an Supermärkte, die diese frisch verkaufen. Die Pflanzen wachsen in mehreren Etagen hydroponisch (d.h. in nährstoffreichem Wasser) spiralförmig von innen nach außen geordnet, was ausgewachsenen Pflanzen mehr Platz gibt. Ein Team von Infarm pflegt und erntet die Pflanzen, der Supermarkt stellt nur Platz und Strom zur Verfügung. Die Technik im Schrank wird ebenfalls zentral von Infarm gesteuert: Licht und Luft lassen sich exakt regulieren, sodass beliebige Kräuter aus ganz verschiedenen Regionen der Erde geschmacksgenau überall gezüchtet werden können.

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