Kurze Beschreibung

Eine vernetzte Welt bietet mehr Möglichkeiten, aber auch mehr Gefahren. Autos können gehackt, Identitäten geklaut und Privacy verletzt werden. Hinzu kommt die Bedrohung durch international vernetzten Terrorismus. Mit einem steigenden Sicherheitsbedürfnis entstehen neue Märkte.

Relevante Subtrends

  • Gefühlte Sicherheit
  • Vertrauensmarketing
  • Cyber-Security
  • VUCA-World
  • Blockchain

Mehr Erläuterung

Das Leben in den westlichen Gesellschaften ist in den letzten Jahren zwar immer sicherer geworden: Die Gewalt nimmt ab, die Zahl der Tötungsdelikte sinkt. Doch Social Media und Privatfernsehen erzeugen einen gegenteiligen Effekt. Was auch passiert: Wir sind immer live dabei und sehen die Bilder in Endlosschleife. Gerade Terroranschläge lassen die gefühlte Sicherheit sinken – auch wenn die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Anschlags zu werden, verschwindend gering ist. Auf dieser Gefühlslage gründen viele Kaufentscheidungen: der SUV, der Schutz verspricht, der Urlaub im sicheren Reiseland, die Videoüberwachung zu Hause. Die wahren Bedrohungen liegen indes in den virtuellen Welten – beim Identitätsklau, der Cyber-Spionage und Hackerangriffen.

Denkanstoß

Das Gefühl von Unsicherheit bei den Menschen nimmt zu – ob begründet oder unbegründet. Wie kann dein Unternehmen von dem steigenden Wunsch nach Sicherheit profitieren?

Trend-Innovationen SICHERHEIT

Ritter Sport

Bemüht um eine nachhaltig gestaltete Wertschöpfungskette hat Ritter Sport als eines der ersten Unternehmen im Lebensmittelhandel eine prototypische Blockchain-Anwendung erstellt, um dem Verbraucher die volle Transparenz über Herkunft und Verarbeitung der Rohstoffe zu bieten. Über einen QR-Code auf der Verpackung gelangt man auf eine Website, die Auskunft über Inhaltsstoffe und Verarbeitung gibt. Intern sorgt die Anwendung für besseres Lieferkettenmanagement und Rückverfolgbarkeit in der Produktion. Mit einher geht die papierlose Fabrik, wenn die Maschinen Produktionsparameter wie die Temperatur eigen-ständig speichern.

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A3M

Das Tübinger Unternehmen A3M kuratiert redaktionell Gefahren – jährlich über 6.000 Warnmeldungen aus aller Welt, von Hitzewelle bis Terroranschlag, werden wenige Minuten nach Bekanntwerden im Geoinformationssystem eingetragen und visualisiert. Während sich das Angebot anfangs an Reiseunternehmen richtete, gehören inzwischen global tätige Unternehmen aller Art zu den Kunden. Kommt es zum Ernstfall, sendet das System die Kontaktdaten betroffener Touristen oder Mitarbeiter von einem sicheren Server, der an einem geheimen Ort steht, direkt an die relevanten
Firmen, um rechtzeitig zu warnen. Seit kurzem ist das System per App auch für Privatpersonen zugänglich.

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BikeBlockchain

Die BikeBlockchain ist ein öffentlich-privat-wirtschaftliches Kooperationsprojekt zwischen der holländischen Fahrzeugzulas-sungsstelle RDW und dem IBM Client Innovation Center Groningen mit dem Ziel, den Diebstahl von Elektrofahrrädern zu verringern. Das Rad wird mit einem smarten Schloss versehen, das auf der Blockchain dokumentiert, wo es auf- und ab-geschlossen wird. Meldet der registrierte Besitzer das Rad als gestohlen, erhält die Polizei den letzten Standort des Rads. Gleichzeitig prüft die Versicherung, ob das Rad ordnungsgemäß gesichert war. Ist dies der Fall, wird die Entschädigung über einen smart contract direkt überwiesen. Das Rad ist als gestohlen registriert und kann nur schwer veräußert werden.

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WayGuard

WayGuard ist eine Begleitung per App für Menschen, denen mulmig ist, wenn sie abends alleine unterwegs sind. Über die App lässt sich telefonisch oder im Chat Kontakt zu Freunden oder der WayGuard-Leitstelle halten, die außerdem genau verfolgen können, wo man gerade unterwegs ist. Ein Notruf kann mit einem Wisch abgesetzt werden, die genaue Position wird dann von der Leitstelle an die Polizei weitergegeben. Die App ist Resultat eines Co-Creation-Prozesses der Versicherung Axa mit der Kölner Polizei, bei dem das menschliche Bedürfnis nach Sicherheit und nicht der Verkauf von Versicherungspolicen im Vordergrund stand.

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Lelo HEX

Die HEX Kondome der Sextoy-Firma LELO bestehen aus 350 einzelnen Sechsecken, was – wie bei Bienenwaben – die strukturelle Stabilität der Kondome enorm erhöht, und gleichzeitig – wie bei den Schuppen einer Schlange – einen besseren Halt an der Penisform erlaubt. Die Idee ist somit ein gelungenes Beispiel für Biomimikry, also dem Übertragen von Natur in die Technik. Damit ist LELO eine seltene Innovation in einem Bereich gelungen, der seit etwa 1930 nahezu unverändert blieb: neue Struktur statt anderem Material. Die höhere Reißfestigkeit erhöht dabei auch den Fun-Factor, denn sie erlaubt eine „gefühlsechte“ Latexschicht von nur 0,045mm.

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