Megatrend Sicherheit

Eine vernetzte Welt bietet mehr Möglichkeiten, aber auch mehr Gefahren. Autos können gehackt, Identitäten geklaut und Privacy verletzt werden. Das steigende Sicherheitsbedürfnis lässt Menschen Rückzugsorte suchen, die Geborgenheit und Vertrautheit bieten.

Trend-Innovationen SICHERHEIT

PathSpot

In Zeiten der Covid-19-Pandemie bekam Hygiene eine besondere Bedeutung für uns – insbesondere die unserer Hände.

Für mehr Sicherheit sorgt das PathSpot Handhygiene-System. Es scannt die Hände nach dem waschen und erkennt in nur zwei Sekunden schädliche Verunreinigungen, die häufige Krankheiten verbreiten. Mit dem Scanner können Teams die Qualität des Händewaschens verfolgen, indem Daten über die Häufigkeit und Effektivität des Händewaschens gesammelt werden. So können Verbesserungspotentiale aufgedeckt und die Gesundheit und Sicherheit aller beteiligten Personen gewährleistet werden. Davon profitieren vor allem das Restaurant- und Hotelgewerbe.

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Mystopy

Anfang 2020, kurz vor dem ersten Lockdown in der Corona-Pandemie, gründeten zwei Unternehmer aus der Rhön mystopy. Das Unternehmen ermöglicht mehr Sicherheit für Kleinkinder auf dem Laufrad durch eine innovative Idee: Eine ferngesteuerte Bremse, bei der per Funk ein Bremskeil ausgelöst und so das Laufrad gestoppt wird. Der Chipmangel sowie die Lieferengpässe in China trugen dazu bei, dass die Entscheidung für den Produktionsstandort der ferngesteuerten Bremsen auf Deutschland fiel. So konnten eine gute Qualität und kurze Lieferwege sichergestellt werden. Die Erfindung ist patentiert und wird 2022 sogar von Puky, dem Weltmarktführer für Laufräder, ins Sortiment aufgenommen.

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BikeBlockchain

Die BikeBlockchain ist ein öffentlich-privat-wirtschaftliches Kooperationsprojekt zwischen der holländischen Fahrzeugzulas-sungsstelle RDW und dem IBM Client Innovation Center Groningen mit dem Ziel, den Diebstahl von Elektrofahrrädern zu verringern. Das Rad wird mit einem smarten Schloss versehen, das auf der Blockchain dokumentiert, wo es auf- und ab-geschlossen wird. Meldet der registrierte Besitzer das Rad als gestohlen, erhält die Polizei den letzten Standort des Rads. Gleichzeitig prüft die Versicherung, ob das Rad ordnungsgemäß gesichert war. Ist dies der Fall, wird die Entschädigung über einen smart contract direkt überwiesen. Das Rad ist als gestohlen registriert und kann nur schwer veräußert werden.

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WayGuard

WayGuard ist eine Begleitung per App für Menschen, denen mulmig ist, wenn sie abends alleine unterwegs sind. Über die App lässt sich telefonisch oder im Chat Kontakt zu Freunden oder der WayGuard-Leitstelle halten, die außerdem genau verfolgen können, wo man gerade unterwegs ist. Ein Notruf kann mit einem Wisch abgesetzt werden, die genaue Position wird dann von der Leitstelle an die Polizei weitergegeben. Die App ist Resultat eines Co-Creation-Prozesses der Versicherung Axa mit der Kölner Polizei, bei dem das menschliche Bedürfnis nach Sicherheit und nicht der Verkauf von Versicherungspolicen im Vordergrund stand.

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Lelo HEX

Die HEX Kondome der Sextoy-Firma LELO bestehen aus 350 einzelnen Sechsecken, was – wie bei Bienenwaben – die strukturelle Stabilität der Kondome enorm erhöht, und gleichzeitig – wie bei den Schuppen einer Schlange – einen besseren Halt an der Penisform erlaubt. Die Idee ist somit ein gelungenes Beispiel für Biomimikry, also dem Übertragen von Natur in die Technik. Damit ist LELO eine seltene Innovation in einem Bereich gelungen, der seit etwa 1930 nahezu unverändert blieb: neue Struktur statt anderem Material. Die höhere Reißfestigkeit erhöht dabei auch den Fun-Factor, denn sie erlaubt eine „gefühlsechte“ Latexschicht von nur 0,045mm.

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A3M

Das Tübinger Unternehmen A3M kuratiert redaktionell Gefahren – jährlich über 6.000 Warnmeldungen aus aller Welt, von Hitzewelle bis Terroranschlag, werden wenige Minuten nach Bekanntwerden im Geoinformationssystem eingetragen und visualisiert. Während sich das Angebot anfangs an Reiseunternehmen richtete, gehören inzwischen global tätige Unternehmen aller Art zu den Kunden. Kommt es zum Ernstfall, sendet das System die Kontaktdaten betroffener Touristen oder Mitarbeiter von einem sicheren Server, der an einem geheimen Ort steht, direkt an die relevanten
Firmen, um rechtzeitig zu warnen. Seit kurzem ist das System per App auch für Privatpersonen zugänglich.

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