Megatrend Mobilität

Zwischen Besitzminimalismus und Fünftwohnsitz manifestiert sich der Wunsch nach ständiger Verfügbarkeit im „Leben to go“. Im Nahbereich blüht die Mikromobilität – aus Rücksicht auf das Klima und weil sie Distanzüberbrückung zum unangestrengten Erlebnis macht. Autos wandeln sich währenddessen zu Wohlfühlorten.

Trend-Innovationen MOBILITÄT

Moia

Das junge Unternehmen im Volkswagen-Konzern möchte die Mobilität von Menschen im urbanen Raum neu definieren: Weniger Stau, mehr Flexibilität. Intelligente On-Demand Angebote sollen verschiedene Mobilitätslösungen miteinander verbinden. Der erste Service, MOIA Ridepooling, ist ein gemeinschaftlich genutzter E-Bus, der per App gerufen werden kann. Ein smarter Algorithmus koordiniert die Routenwünsche der unterschiedlichen Nutzer, während das neuartige, geräumige Fahrzeug dem Wunsch nach genug persönlichem Platz nachkommt. Getestet wird der
Service in Hannover und Hamburg in einem Co-Creation-Prozess, bei dem das Feedback der Nutzer zu App und Fahrzeug in die Weiterentwicklung mit einfließen.

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MishiPay

Das britische Smart-Shopping-Startup bietet kassenloses und damit schlangenfreies Einkaufen: Kunden scannen mit einer App die Barcodes gewünschter Produkte, bezahlen direkt via Kreditkarte oder PayPal und verlassen den Store schnell und bequem mit ihren Einkäufen. Neben Zeitersparnis für die Kunden bietet das Verfahren wertvolle Daten für die Händler: Es zeigt sich nicht nur was ein Kunde am Ende kauft, sondern auch was er vorher in Betracht zieht. Damit verknüpft MishiPay die Vorteile vom stationärem Handel und Online-Geschäft. In einem Pilotprojekt im Innsbrucker Sillpark-Einkaufszentrum testete die MediaMarktSaturn Retail Gruppe die Anwendung erfolgreich im deutschsprachigen Raum. Weitere Projekte sind in Planung.

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Bikuh

Für immer mehr Menschen wird das Rad zum hauptsächlichen Verkehrsmittel, um in der Stadt den Weg zur Arbeit zurückzulegen. Das ist nicht nur gesund und ökologisch, sondern mit Bikuh auch finanziell lohnend. Wer sich bei dem Sozialunternehmen registriert und die entsprechende App runterlädt, wird für jeden Radkilometer bezahlt, indem das Rad als Werbefläche genutzt wird. Diese Form ökologischer Werbung bietet für Unternehmen mehrere Vorteile. Da der Radler sich den Werbepartner aktiv aussucht, kommt die Werbung direkt zur Zielgruppe, bei geringen Streuverlusten – im Vergleich zu klassischen Formaten. Zudem unterliegt die Werbung nicht den üblichen Verboten im Außenraum, da sie auf Privaträdern angebracht ist, so dass ganz neue Verbreitungsräume erschlossen werden.

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Moovel

Das Startup Moovel, inzwischen Teil der Daimler AG, arbeitet am „Betriebssystem für Mobilität“. Car- oder Bikesharing, myTaxi, Bahnverbindungen oder ÖPNV, alle Mobilitätsoptionen, egal ob von Daimler oder nicht, sollen über Moovel such- und buchbar sein: über die Moovel-App oder die App eines der Fremdanbieter, für die Moovel die Softwarearchitektur bereitstellt. Dies ist besonders für kleine Anbieter attraktiv, die Probleme mit der Entwicklung und Wartung einer eigenen App haben. Moovel verdient an der Provision und an den Daten, denn nicht nur Buchungen, sondern auch Suchanfragen werden gespeichert und ausgewertet für eine bessere Verkehrsplanung.

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Moby Mart

Dieser Supermarkt ist der Inbegriff des Convenience-Stores: Er hat nicht nur durchgehend geöffnet, sondern er kommt zum Kunden statt umgekehrt. Er ist so groß wie ein Bus und verkehrt vollkommen automatisiert: Er wird per Smartphone gerufen, kann autonom fahren, Einkäufe werden am Regal gescannt und per App bezahlt, Beratung gibt es per Hologramm. Auf dem Dach befinden sich neben den Solarpanels des E-Fahrzeugs auch vier Lieferdrohnen, mit denen größere Einkäufe nach Hause bestellt werden können. Auf dem Land kann Moby so täglich mehrere Dörfer besuchen, in der Stadt im Laufe des Tages zwischen Geschäfts- und Wohnvierteln hin- und herwechseln. Moby wird momentan in Shanghai getestet.

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Motionwerk

Motionwerk ist eine Ausgründung aus dem Innogy Innovationshub, die ein Peer-to-Peer-Netzwerk für E-Ladestationen aufbauen will. Ob Ladengeschäft, Gastronomie oder Privathaushalt, wer eine Ladestation hat, kann diese in der Share & Charge-App zu einem selbst gewählten Tarif anderen E-Autofahrern anbieten. Geschätzt 500 € soll man durch die Vermietung pro Jahr verdienen können. Abgerechnet wird sicher und transparent über einen auf Blockchaintechnologie basierenden Smart Contract, der automatisch die Zahlung auslöst. Dafür muss die Ladestation mit einem speziellen Hardwaremodul ausgerüstet werden, das in Zukunft allerdings in Ladesäulen integriert wird.

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