was successfully added to your cart.

Trendexpedition „Perspektivwechsel“

By 4. September 2018 September 25th, 2018 Artikel, Erlebnisbericht
Sein eigenes Tun und Handeln immer wieder zu hinterfragen und zu reflektieren ist sehr wichtig, um in der heutigen Welt bestehen zu können. Unabhängig davon, ob als selbstständige Einzelperson oder als Team in einem Großunternehmen: Den Blickwinkel zu verändern und somit den eigenen Horizont zu erweitern, zählt definitiv zu positiven Faktoren für eine flexible und zeitgemäße Arbeitsweise.

Im Büro ist es schwer, Sachverhalte aus einer unbekannten Perspektive zu betrachten, weshalb wir uns auf eine Trendexpedition zum Thema „Perspektivwechsel“ in Frankfurt begeben haben. Am 23. August starteten wir die Tour vom Social Impact Lab aus und liefen zu Fuß zu den verschiedenen Stationen, denn wie Goethe bereits gesagt hatte „nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“ Ziel dabei war es, hinter die Kulissen verschiedenster Startups und Unternehmen zu blicken und deren unterschiedliche Gründungsgeschichten und Prozesse kennen zu lernen.

Station 1: Bettzeit Gruppe / Emma-Matratzen

Gesunder und guter Schlaf ist wertvoll. Allerdings kann ein Matratzenkauf ziemlich überfordernd sein bei dem Überangebot an verschiedenen Modellen. Die Bettzeit Gruppe schafft Abhilfe: Sie verkaufen die einheitliche EMMA Matratze, die für einen Großteil aller Menschen geeignet ist. Die Firma entstand aus einem Zwei-Mann-Unternehmen, für welches Kommunikation innerhalb des Teams eine wichtige Rolle spielt. Genau aus diesem Grund sitzen die inzwischen 185 Mitarbeiter dort dicht zusammen, sodass ein ständiger Austausch und eine gute Zusammenarbeit möglich ist. Dazu gab es am Ende des Vortrags von Dennis Schmoltzi, dem Mitgründer und Geschäftsführer des Unternehmens, noch eine sehr treffende Aussage „Es ist normal, dass es verschiedene Charaktere in einem Team gibt und diese nicht immer einer Meinung sind, deshalb ist es umso wichtiger, sich gegenseitig zu respektieren.“

Station 2: MoschMosch

Authentizität gemischt mit dem richtigen Know-How: Tobias Jäkel und sein Geschäftspartner hatten mit ihrem Unternehmen eine innovative Idee. Dafür haben die beiden global und multikulturell gedacht, sodass letztlich folgendes Ergebnis sichtbar wurde: Ein eigenes japanisches Restaurant, genauer gesagt eine Nudelbar. Sie selbst kommen ursprünglich aus dem Allgäu und haben keinen direkten Bezug zu Japan, was deutlich macht, wie inspirierend und lohnenswert es sein kann, den Blick auf etwas Neues zu richten. Eingebettet in das Europaviertel Frankfurts, sprechen sie damit direkt ein passendes Klientel an. Geprägt von der Neugierkultur und einer multipolaren Welt, sind die Gäste des MoschMosch japanbegeistert, hungrig oder offen für Neues. Zudem betonte Herr Jäckel die Vielseitigkeit von Nudeln, welche in Europa bis dato eher unbekannt sind. Dazu gehören beispielsweise Ramengerichte, das sind japanische Nudeln in einer Brühe. Im MoschMosch arbeiten größtenteils Menschen asiatischer Herkunft, welche die japanische Kochkunst beherrschen und die aufwendigen Gerichte gleichzeitig auf deutsch erklären können. Ein optimales Team!

Station 3: Go Crush

Stellen Joao Ferreira und seine beiden Mitgründer Tinder schon bald in den Schatten? Die drei jungen Männer haben zusammen mit einem kleinen Team ihre eigene App programmiert: GoCrush nennt sie sich und der Name ist hier Programm. User dieser App treffen sich („crushen“) mit unbekannten Menschen an einem von der App zufällig ausgewählten Restaurant oder bei einem vorher festgelegten Event (z.B. beim Bowling). Die Gründer wollen es Menschen so leichter machen, Kontakte zu knüpfen und gemeinsam etwas zu unternehmen – egal ob in einer fremden Stadt oder in der Heimat. Im Unterschied zu Tinder (und weiterentwickelt von der eigenen Ursprungsidee) geht es primär nicht darum, Partner zu finden. Man kann bis zu fünf fremde Menschen gleichzeitig treffen und vor Ort spontan rausfinden, wie sich die Gruppendynamik verhält. Auch hier wechselt der Blickwinkel zwischen den einzelnen Usern oftmals: Von dem Wunsch nach einem chilligen Kneipenabend bis hin zur Hoffnung auf die große Liebe ist alles dabei. Obwohl die studierten Informatiker durch ihre App bekannt geworden sind und dadurch viele Jobangebote großer Firmen bekommen, lehnen sie zufrieden ab und wollen lieber weiterhin an etwas arbeiten, das ihnen Spaß macht.

Station 4: Andersgründer im Social Impact Lab

Die letzte Station führte uns zurück ins Social Impact Lab: vier soziale Start-Up-Unternehmen aus dem Andersgründer-Programm des Labs stellten sich in einem Speed Pitching in unserem Workshopraum vor. In Zweiergruppen waren an vier Tische verteilt und die Teilnehmer der Trendexpedition konnten sich  in Form von Speed Pitching die einzelnen Vorträge nacheinander anhören. Bledion Valid und Kristine Tauch stellten ihr Projekt „The Story Store“ vor. Zusammen mit Geflüchteten kreieren sie den Eine-Welt-Handel für außergewöhnliche Bücher und Textilwaren. „reFOCUS Teachers Impact“ wurde von Tina Simon gegründet und vorgestellt. Sie will versuchen, die Arbeitsbedingungen sowie -strukturen für Lehrende mithilfe von Workshops zu verbessern. Vincent Mosel und Tonka Nikolova präsentierten ihr Achtsamkeits und Meditation Start-Up „Mindulife“ und haben verfolgen das Ziel, mehr Entspannung und Achtsamkeit in den Alltag und ins Berufsleben zu bringen. „gramm.genau“ beschäftigt sich mit Ernährung und Nachhaltigkeit. Sie verkaufen in Glas verpackte Trockenprodukte (z.B. Reis, Nüsse), die eben gramm genau gekauft werden können. Am Schluss gab es noch ein Feedback für alle.

Fazit am Ende des Tages:

Es war ein spannender und erkenntnisreicher Tag, an dem wir definitiv viel Input zu den unterschiedlichsten Themen erhalten haben. Damit die wertvollen Denkanstöße und Ideen auf dem Weg nicht verloren gehen konnten, haben wir den Teilnehmern zu Beginn Notizblöcke mitgegeben. Darin waren nochmals Anhaltspunkte vermerkt, auf die während der Tour geachtet werden konnte, wie etwaige Probleme in den Unternehmen sowie deren aktuelle Notlösung (falls vorhanden) dafür. Eines der inspirierendsten Zitate des Tages „Manchmal muss man auch drei Schritte zurückgehen, um nach vorne zu kommen.“

Sie konnten diesmal nicht live dabei sein bei der Expedition und hätten großes Interesse daran? Dann  nehmen Sie Kontakt zu uns auf!