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Trendexpedition „New Work“

By 7. August 2018 August 29th, 2018 Trendexpedition, Artikel, Erlebnisbericht

Wie müssen Räume gestaltet sein, um darin agil zu arbeiten? Braucht es den obligatorischen Kicker in der Kantine, Open-Space-Konzepte und Clean-Desk-Policy? Oder muss nicht vielmehr jedes Unternehmen für sich herausfinden, wie es am besten kreativ arbeiten kann?

Um diese Fragen zu beantworten begaben wir uns Ende Juni gemeinsam mit der badenova AG & Co. KG auf Trendexpedition in Frankfurt. Wir wollten herausfinden, wie Menschen an unterschiedlichen Orten kommunizieren, sich austauschen und miteinander arbeiten. Insgesamt vier innovative Arbeitsorte wollten wir im Laufe des Tages besuchen und uns anschauen, wie unterschiedlich Räume gestaltet werden können.

Um uns voll und ganz auf die verschiedenen Orte einlassen zu können, begannen wir den Tag mit Achtsamkeitsübungen. Dazu besuchte uns Andreas Wirth, Achtsamkeitscoach bei SAP, und erklärte uns wie Achtsamkeit und emotionale Intelligenz die Unternehmenskultur verändert. Nur ein paar Minuten konzentrierte Stille und Besinnung zu Beginn des Tages helfen, den Arbeitsalltag aufmerksamer und sensibler wahrzunehmen. Und tatsächlich, nach nur 5 Minuten Meditation waren wir konzentrierter und hatten den Stress vom morgendlichen Arbeitsweg hinter uns gelassen.

So starteten wir achtsam in die Trendexpedition zum Thema „New Work“.

Station 1: Social Impact Lab

Das Social Impact Lab in Frankfurt ist ein Inkubator für Gründer und Startups rund um das Thema Social Entrepreneurship. In einem großen Coworking Space können sich Social Entrepreneurs und Gründer mit Migrationshintergrund vernetzen und austauschen. Dabei werden sie durch Coaches unterstützt, es finden immer wieder Veranstaltungen und Trainings statt und sie erhalten Zugang zu verschiedenen Netzwerken. Hier spürt man eine große Community in der alle die gleichen Werte teilen. Das Herzstück des Coworking Spaces ist die Küche: Jeden Mittag wird hier gekocht und es treffen immer wieder neue Menschen aufeinander und dienstags gibt es ein großes „Lab-Lunch“ bei dem alle Community-Mitglieder zusammenkommen, um gemeinsam zu essen. Dabei wird immer darauf geachtet, dass die Zutaten aus der Region stammen, wenn möglich sogar ein Bio-Siegel tragen, da Nachhaltigkeit für alle Mitglieder der Community wichtig ist.

Station 2: WeWork

Das Konzept von WeWork ist simpel, innovativ und beliebt: Flexible Tische, Kaffee und Bier stehen immer zur Verfügung. WeWork ist der weltweit größte und erfolgreichste Anbieter von Coworking Räumen. Seit 2010 sind über eine Million Quadratmeter Arbeitsfläche entstanden, an mehr als 160 Standorten in 25 Ländern. Trotz des schnellen Erfolges bleiben die Gründer für alle „Adam und Miguel“. Denn hier geht es darum, aus dem „Ich“ ein „Wir“ zu schaffen. Die Mitglieder von WeWork sind ganz unterschiedlich. Hier finden sich Gründer, Firmen und Agenturen. Trotz ihrer großen Diversität sind sie alle Mitglieder Teil einer großen, globalen Community. Bei WeWork entstehen Freundschaften, denn das Unternehmen definiert die Mitarbeiter als Herzstück der Arbeit.

Station 3: Tatcraft

Auf 1500 Quadratmetern bietet Tatcraft den größten und modernsten Makerspace im Rhein-Main-Gebiet. In der Hightech-Werkstatt gibt es 3D-Drucker, Wasserstrahlschneidanlagen und Werkzeug für alle Belange. Genutzt wird die Werkstatt sowohl von Hobbybastlern und Designern, als auch von Studenten. Auch Firmen nutzen die Geräte. So bringt Tatcraft junge Kreative und Betriebe aus der Industrie zusammen. Um diese Community zu fördern gibt es auf dem Gelände auch eine Kantine. „Um 13 Uhr gibt es Mittagessen und wer keinen Hunger hat, soll sich trotzdem dazu setzen“ erklärt Fabian Winopal, einer der zwei Gründer. Das fördert den gegenseitigen Austausch. Dazu gibt es immer wieder Team-Events.

Station 4: DB Skydeck

Ganz oben im Silberturm der Deutschen Bahn findet man einen großen Innovation Space: das Skydeck. Von dort aus hat man den besten Blick auf den Dreh- und Angelpunkt der Bahn: den Hauptbahnhof. Darren Cooper berichtete uns vom hauseigenen Intrapreneurship Programm: „Hier kann man jederzeit mit einer Idee hinkommen“. Mitarbeiterideen werden hier nicht nur gehört, sondern bis zur Marktreife gefördert. Für gescheiterte Ideen gibt es den Ideenfriedhof. Die Türen des Skydeck sind immer offen, jeder darf hereinkommen, sich umschauen und aktuelle Projekte miterleben. Dadurch schafft es die Bahn in ihrer großen Komplexität weiterhin innovativ zu bleiben.

New Work – Arbeitsräume

Die Arbeitsumgebung ist ein wichtiger Einflussfaktor für agiles Arbeiten. Nach vier unterschiedlichen Orten ist eines klar: Es gibt viele verschiedene Wege, Kreativität und Austausch möglich zu machen. Bei der Reflexion im Anschluss an die Stationen, haben wir versucht herauszufinden, was nötig ist, um einen guten Arbeitsort zu schaffen. Dabei haben wir festgestellt, dass oft gar nicht die Raumgestaltung im Mittelpunkt steht, sondern die Community. Und diese wird sowohl durch ein gutes räumliches Angebot, also auch soziale Angebote gefördert. Das wichtigste ist also, dass der Arbeitsort an die Mitarbeiter angepasst wird. Also braucht es je nach Anzahl und Arbeitsmodi unterschiedliche Räume, Orte und Möbel. Und dazu: die richtige Kultur. Ein Teamarbeitsraum wird nur dann genutzt, wenn wir Teamarbeit als sinnvoll verstehen. Aber er schafft auch eine Grundvoraussetzung für Teamarbeit und kann diese anstoßen. Ein Erfolg ist ein Arbeitsort dann, wenn wir daran konzentriert, kreativ und innovativ arbeiten können.

Auch Sie wollen sich von neuen Orten inspirieren lassen? Dann gehen Sie doch mit uns auf Ihre eigene, individuelle Trendexpedition.