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Neue Chancen der Digitalisierung auf der CEBIT

By 19. Juni 2018Juli 29th, 2019Erlebnisbericht, Trend-Innovation-System

Letzte Woche waren wir auf der CEBIT in Hannover, um uns Zukunftstechnologien anzuschauen, das neue Festival-Konzept der CEBIT zu erleben und im scale11-Bereich mit Startups ins Gespräch zu kommen. Einige der Produkte und Ideen die wir besonders spannend und inspirierend fanden, haben wir als Karten zur Erweiterung unseres Kompetenz-Sets „Chancen der Digitalisierung“ hier zusammengefasst.

Der weltweit erste Kaffeeautomat, der nicht nur brüht und mahlt, sondern auch röstet, ist aus einem Kickstarter-Projekt entstanden. Der Filterkaffee ist fairer als Fairtrade, da die grünen Kaffee-bohnen direkt vom Erzeuger bezogen werden. Der Kunde kann dabei zwischen Abos und Paketen wählen und über die „Coffee Concierge“-App Infos zu Herkunft und Geschmacksvarianten erhalten. Das Tech-Startup spricht von Coffee as a Service: Die Maschine ist über 3G mit dem Internet verbunden und mit einem RFID-Chipleser versehen. Ver-schiedene Röstprofile können gespeichert und heruntergeladen werden. So bietet Bonaverde ein komplettes Ökosystem und versteht sich als das grüne Pendant zur bunten Kapselwelt: Die Verpackung der Bohnen dient gleichzeitig als Filter.

„Unsere Mission ist es, jeder Schülerin und jedem Schüler in Deutschland ab der 3. Klasse einen spielerischen Zugang zur digitalen Welt zu ermöglichen.“ Der Calliope mini ist ein Board ausgestattet mit Sensoren, Bluetooth, Lautsprecher, Funk, zwei programmierbaren Buttons sowie zahlreichen LEDs und kann mit Hilfe des richtigen Programms zum Instrument, Taschenrechner, zur Diskokugel oder Wetterstation werden. Auf der Website finden sich Lehrmaterialien, wie man den kleinen Computer im Unterricht sinnvoll nutzen kann. Das Projekt richtet sich also sowohl an Schülerinnen und Schüler, als auch an Lehrende. Für Schulen gibt es die Möglichkeit, auf der betterplace-Plattform um Spenden zu werben.

Das britische Smart-Shopping-Startup bietet kassenloses und damit schlangenfreies Einkaufen: Kunden scannen mit einer App die Barcodes gewünschter Produkte, bezahlen direkt via Kredit-karte oder PayPal und verlassen den Store schnell und bequem mit ihren Einkäufen. Neben Zeitersparnis für die Kunden bietet das Verfahren wertvolle Daten für die Händler: Es zeigt sich nicht nur was ein Kunde am Ende kauft, sondern auch was er vorher in Betracht zieht. Damit verknüpft MishiPay die Vorteile vom stationärem Handel und Online-Geschäft. In einem Pilotprojekt im Innsbrucker Sillpark-Einkaufszentrum testete die MediaMarktSaturn Retail Gruppe die Anwendung erfolgreich im deutschsprachigen Raum. Weitere Projekte sind in Planung.

Das junge Unternehmen im Volkswagen-Konzern möchte die Mobilität von Menschen im urbanen Raum neu definieren: Weniger Stau, mehr Flexibilität. Intelligente On-Demand Angebote sollen verschiedene Mobilitätslösungen mit-einander verbinden. Der erste Service, MOIA Ridepooling, ist ein gemeinschaftlich genutzter E-Bus, der per App gerufen werden kann. Ein smarter Algorithmus koordiniert die Routenwünsche der unterschiedlichen Nutzer, während das neuartige, geräumige Fahrzeug dem Wunsch nach genug persönlichem Platz nachkommt. Getestet wird der Service in Hannover und Hamburg in einem Co-Creation Prozess, bei dem das Feedback der Nutzer zu App und Fahrzeug in die Weiter-entwicklung mit einfließen.

Ziel des schwedischen Startups ist ein Mitmach-Audioguide, der Geschichten zu Orten auf der ganzen Welt sammelt. Über die kostenlose App können Nutzer global-lokal Audios hochladen und abrufen; willkommen sind sowohl persönliche Anekdoten als auch historische Begeben-heiten oder Visionen für die Zukunft eines Ortes. Storyspot sieht sich als demokratisches Tool, das die Deutungshoheit den Bürgern zurückgibt und in der Jahrtausende alten Tradition steht, bei der die Menschen über das Erzählen von Geschichten ihrer Umwelt Bedeutung zuschreiben. Auch Organsiationen können sich beteiligen: So hat das lettische MO Museum Geschichten zu 33 Statuen in der Hauptstadt auf fünf verschiedenen Sprachen gesammelt.

Das Patchie-Monster und seine Welt wurden für die spielerische Therapieunterstützung geschaf-fen. In altersgerechter Bildsprache motiviert die Figur betroffene Kinder, richtig mit der Krankheit Mukoviszidose umzugehen. Der zweite Teil der App richtet sich mit weiterführenden Informationen an die betreuenden Eltern. Diese können auch stets die Behandlung anpassen, was sich sofort in Patchies Welt widerspiegelt, sodass das Spiel immer den aktuellen Bedürfnissen des Patienten entspricht. Außerdem bietet die App einen direkten Kommu-nikationskanal zwischen Betreuenden und Ärzten, indem ausgewählte Daten der Therapie sicher geteilt werden können. Längerfristig plant die Birds and Trees UG die Ausweitung auf andere Krankheitsbilder.