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Megatrend MOBILITÄT: besser unterwegs, nicht schneller

By 16. Mai 2018Juli 16th, 2019Megatrends, Trends & Analysen

„Das selbstfahrende Auto wird in fünf Jahren durch das selbstfliegende Flugzeug ersetzt“, so die Prognose des Informatikprofessors Sebastian Thrun. Das klingt abenteuerlich. Autonomes Fahren steht noch in den Startlöchern und schon bahnt sich die nächste Revolution an. Prof. Thrun weiß auf jeden Fall, wovon er redet. Schließlich war er es, der für Google das fahrerlose Auto entwickelt hat und jetzt – finanziert von Larry Page – den Chefposten von Kitty Hawk bekleidet. Die Firma, die nach der Heimatstadt der Flugpioniere Wright benannt ist, entwickelt einen senkrecht startenden Elektrojet, der völlig autonom Passagiere transportiert. Mit Neuseeland hat man einen Partner gewinnen können, wo die ersten Testflüge stattfinden.

So wie im letzten Jahrhundert die Straßen für den Individualverkehr erschlossen wurden, geht es jetzt um die Eroberung des Luftraums – eine Vision, die auch von den Großen der Branche wie Airbus verfolgt wird. Womöglich geht es nicht so schnell wie von Thrun prognostiziert. Vielleicht dauert es noch doppelt oder viermal so lang. Aber selbst 20 Jahre sind kein großer Zeitraum. Mit der autonomen Mobilität zu Lande und in der Luft lösen sich die Beschränkungen von Zeit und Raum weiter auf. Für den ländlichen Raum liegt darin eine riesige Chance. Wenn einen das „self-flying air taxi“ innerhalb von 30 Minuten zur Firma in die Metropole fliegt, kann man getrost in 100 Kilometer Entfernung auf dem Land leben. Oder man nutzt das autonom fahrende Büro, in dem die Anfahrt als reguläre Arbeitszeit gilt.

Es wird nicht mehr lange dauern, bis der Erwerb eines Führerscheins einem Hobby gleicht wie es heute das Jagen ist. Wer noch selber lenkt, tut dies aus Spaß auf dafür reservierten Strecken („Männerspielplätze“). Die Formen autonomer Mobilität werden sich dafür vervielfältigen – mit rollenden Büros, privaten Lounges, Micro-Wellness-Retreats… Mobilität wird damit immer mehr zum Service, der mit anderen Dienstleistungen wie z.B. rund ums Wohnen verknüpft wird. Zum Mietvertrag des Apartments gehört dann automatisch die Mobilitäts-Flatrate samt Nutzung der Air-Taxi-Flotte dazu.

Die Mobilität nimmt in Zukunft zu. Das heißt jedoch nicht, dass alles schneller wird. Im Gegenteil: Um die Attraktivität der Städte im Sinne eines gesunden Lebensstils zu erhöhen, wird der Fahrrad- und Zu-Fuß-Verkehr künftig massiv ausgebaut. Diese Entwicklung steht unter dem Stichwort „Copenhagenization“, da die Einwohner der dänischen Hauptstadt mittlerweile 62% ihrer Pendelfahrten zur Arbeit oder Bildungseinrichtung mit dem Rad bestreiten. Über Cycle-Superhighways fahren Berufstätige selbst über lange Distanzen in die Stadt. Mittlerweile positionieren sich immer mehr Städte europaweit als sogenannte „Slow Cities“. Sie suchen die Balance einer dynamischen 24/7-Gesellschaft, in der die Drohne alles just in time liefern kann, und dem menschlichen Bedürfnis nach Entschleunigung.

Vom Megatrend zur Business-Innovation

BIKUH

Für immer mehr Menschen wird das Rad zum hauptsächlichen Verkehrsmittel, um in der Stadt den Weg zur Arbeit zurückzulegen. Das ist nicht nur gesund und ökologisch, sondern mit Bikuh auch finanziell lohnend. Wer sich bei dem Sozialunternehmen registriert und die entsprechende App runterlädt, wird für jeden Radkilometer bezahlt, indem das Rad als Werbefläche genutzt wird.

Diese Form ökologischer Werbung bietet für Unternehmen mehrere Vorteile. Da der Radler sich den Werbepartner aktiv aussucht, kommt die Werbung direkt zur Zielgruppe, bei geringen Streuverlusten – im Vergleich zu klassischen Formaten. Zudem unterliegt die Werbung nicht den üblichen Verboten im Außenraum, da sie auf Privaträdern angebracht ist, so dass ganz neue Verbreitungsräume erschlossen werden.

Mehr Best Practice-Innovationen zum Megatrend Mobilität finden Sie in unserer Megatrend-Workbox.

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