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Worktool: „Startup Leben“

By 10. Januar 2017Juli 29th, 2019Worktool

„Startup ist ganz, ganz kacke!“ So brachte es kürzlich Seriengründer Oliver Thylmann vom Tech-Startup Giant Swarm auf den Punkt. Und überraschte unsere Kunden, die wir von der Zukunftsinstitut Workshop GmbH mit auf Trendexpediton durch Köln genommen hatten. Denn das Startup-Leben besteht nicht nur aus kreativer Atmosphäre, Tischfußball und coolen Innovationen, sondern auch aus Dauerstress, langen Arbeitszeiten und dem ständigen Risiko, mit dem Unternehmen unterzugehen.

Natürlich kann man aus dem Scheitern lernen, und immer mehr Firmen versuchen, kreative Ideen zu fördern, indem sie gescheiterte Ideen auf Fuck-Up-Nights und mit Failure Awards geradezu zelebrieren. Aber diese risiko-positive Kultur versteckt, dass es vor allem die Angst vor dem Scheitern ist, die kreative (Not-)Lösungen herbeiführt. Startups sind deswegen schnell, weil sie in der Regel nur Kapital für eine Überbrückung der nächsten paar Monate haben – danach ist die Firma pleite. Startups entwickeln deshalb clevere Guerillla-Marketing-Aktionen, weil sie für normales Marketing kein Budget haben. Startups sind deswegen jung, weil ungebundene Zwanzig- bis Dreißigjährige viel eher bereit sind, für „eine einzigartige Erfahrung“ auch mal wochenlang durchzuarbeiten, ohne dass dabei klar ist, dass sie im nächsten oder übernächsten Monat ihren Job noch haben.

Ein Startup sieht sich auf Grund des geringen Kapitals und der Neuheit der Idee oft einer Reihe von Hindernissen und Schwierigkeiten ausgesetzt, die ein größeres, etabliertes Unternehmen nicht hat. Und wenn es nicht untergehen will, muss jedes Startup deshalb – möglichst schnell – kreative Lösungen entwickeln, wie es mit diesen Schwierigkeiten umgeht. Kein Kapitalgeber? Vielleicht kann ja der Onkel noch etwas leihen. Online-Kampagne? Wird wohl Zeit, die eigenen Photoshop-Kenntnisse aufzufrischen. Kundentermin nächste Woche? Lieber vier Leute ins Backend setzen, die schnell erledigen können, was – wenn er denn schon programmiert wäre – laut Pitch ein automatischer Algorithmus allein bewerkstelligen sollte. Die Kundengruppe wird nicht richtig angesprochen? Dann wird aus der Dating-App jetzt eben schnell ein Food-Networking-Tool.

Wenn Sie also den kreativen Spirit der Startups einfangen wollen, sind Saftbar und Kickertisch wahrscheinlich weniger hilfreich als künstliche Knappheit, gewollte Grenzen und eigenproduzierte Einschränkungen. Vier Startup-inspirierte Übungen dazu bieten wir Ihnen mit unserem Tool „Start-Up Leben“.