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Methode: 3D-Brainstorming

By 1. April 2015 März 10th, 2018 Worktool

Neugierforschung in der Praxis – Das ultimative Neugier-Set

(Teil 2/3)

Mit Neugier wird alles besser: das Meeting, die Suche nach Ideen, die Zusammenarbeit mit Kollegen, der ganze Job-Alltag. Letztes Jahr im November veröffentlichten wir unsere Studie zum Thema Neugier, die der Frage nach dem Nutzen der Neugier für Unternehmen auf den Grund ging. Diese wissenschaftliche Arbeit haben wir durch Methodenkarten erweitert: „Das ultimative Neugier-Set“. In sieben praktischen Übungen erhalten Sie sofort umsetzbare Anleitungen, wie Sie mit mehr Neugier die täglichen Herausforderungen im Beruf besser meistern: mit Spaß, ungewöhnlichen Perspektivwechseln und überraschenden Experimenten. Wir nutzen drei Blogartikel, um Ihnen ein Best-Of des Sets zu präsentieren: den letzten haben wir dem Thema Personal gewidmet, diesmal geht es um Neugier in der Ideenentwicklung und in der nächsten Ausgabe schließlich um die Anwendbarkeit für die Strategieentwicklung. Die jeweiligen Übungskarten können Sie über den Button am Ende der Seite herunterladen.

Aus der Schachtel denken – 3D-Brainstorming

Da in der Wirtschaft die Neugier immer mehr als Erfolgsfaktor thematisiert wird, ist es ratsam, möglichst viel dieser Ressource bei Ihren Mitarbeitern und Kollegen freizusetzen. Das funktioniert am besten, indem Sie Dinge tun, die neu und ungewöhnlich sind. Laden Sie zum Beispiel für Ihr nächstes Meeting zum 3D-Brainstorming ein. Bei dieser Methode nutzen Sie Impulse von außerhalb Ihres Arbeitsalltags für die kreative Lösungsfindung.

Kurzanleitung

Jeder der Meetingteilnehmer bekommt im Vorfeld die Aufgabe, ein ungewöhnliches, inspirierendes, seltsames, neues, altes, aufblasbares, gestricktes (…) Ding mitzubringen und es zu Beginn des Meetings in eine Schachtel zu legen. Diese nutzen Sie anstelle von Charts und Moderationskarten für die Ideenfindung. Anhand des Themas bzw. der Fragestellung für das Meeting wählen die Teilnehmer intuitiv einen Gegenstand aus der Schachtel, von dem Sie annehmen, dass dieser sie bei der Fragestellung unterstützen könnte. Dann geben Sie jedem Teilnehmer 10 Minuten, sich mit folgenden Fragen zu beschäftigen: Was ist das für ein Ding, was kann es, welche haptischen, optischen und emotionalen Qualitäten und Attribute hat es und wie lassen diese sich sinnvoll auf die Ausgangsfrage anwenden. Im Anschluss starten Sie mit Ihrem 3D-Brainstorming: Die Teilnehmer tragen in beliebiger Reihenfolge ihre Ergebnisse vor und Sie diskutieren gemeinsam, wie sie sich für das Thema des Meetings nutzen lassen. Notieren Sie die Ergebnisse gut sichtbar auf einem großen Blatt Papier oder einem Whiteboard.

Der Wundertüteneffekt

Für alle, die dauerhaft mit Abwechslung und Anregung versorgt sein wollen, bieten sich Wundertüten und Überraschungs-Abos an, die sich wie ein Geschenk an sich selbst anfühlen und immer wieder die eigene Neugier anregen. Außerdem funktionieren sie wie ein Trend-Indikator. „Foodvibes“ zum Beispiel versorgt Sie mit neuen Produkten aus den besten Feinkostmanufakturen, die „Glossybox“ enthält die aktuellsten Kosmetik- und Beautyprodukte zum Ausprobieren, von denen bisher nur Ihre 13-jährige Nachbarin etwas wusste. Thematisch ist das vielleicht sehr weit weg von Ihrer eigenen Branche, doch es lassen sich daraus Veränderungen der Nutzerbedürfnisse ablesen, die sich auf andere Bereiche übertragen lassen.

Download: Methoden Worksheet 3D-Brainstorming (PDF)